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programmpicto-260x100-faerber-1„Färbergarten – Eine Idee geht um die Welt“

Workshops in altersgerechten Gruppen

In dem Zeitraum von Mai bis November 2010 wurde an 20 Wochenend- und Ferienseminaren das Projekt Färbergarten eine Idee geht um die Welt durchgeführt.



Ausgeschrieben wurde das Projekt in Kindergärten und Grundschulen, sowie die Verteilung von Flyern in verschiedenen Einrichtungen. Die Workshops wurden auf zwei altersunterschiedliche Gruppen geplant. Zum einen für den Elementarbereich und zum anderen für den Primarbereich. Die geplanten Ergebnisse konnten jeweils mit beiden Altersstufen erreicht werden. Die Kinder lernten als erstes, wie aus nachweislichen Färberpflanzen Tinte gewinnen kann. Als nächstes wurde seitens der Pädagogen die Frage gestellt, wie diese Tinte nun haltbar gemacht werden kann, damit man sie über einen langen Zeitraum hinweg nutzen kann. Die Ideen der Kinder waren sehr vielfältig und teilweise Abenteuerlich. Fast in jeder Gruppe kam ein Kind auf die Idee, die Farbe zu trocknen, wie die Farbe eines Wassermalkastens. Da der Trocknungsvorgang durch das einfache verdampfen des Wasser sehr lange dauert, bekam jedes Kind ein kleines Baumwolltuch und die Aufgabe, sich eine Farbe auszuwählen, mit welcher das Baumwolltuch getränkt wird. Die Kinder hatten nun über den gesamten Workshop die Aufgabe, dass Baumwolltuch mit der Farbe zu tränken, trocknen zu lassen und wieder zu tränken. Die Schritte wurden während der Zeit laufend wiederholt. Am Ende des Workshop nahmen die Pädagogen ihre Baumwolltücher, die bereits vorbereitet wurden und komplett getrocknet waren und baten einige Kinder, das Tuch einzurollen und an der Spitze zu befeuchten und damit auf Papier zu malen. Die Kinder verstanden nun den Zusammenhang zu der Geschichte und hatten die Lösung. Bei Gesprächen mit den Kindern konnte oft heraus gehört werden, dass wenn Sie sich einmal die Arbeit machen und Farbe selbst herstellen und sie haltbar machen, dann bräuchten sie keine Chemiefarben mehr zu kaufen. Das spart Geld und vor allem schont es auch die Umwelt.


Als nächstes wurden die Kinder von einer Gärtnerin durch den gesamten Färbergarten geführt und lernten 30 ausgewählte verschiedenen Färberpflanzen kennen, die sofort zu Farben zugeordnet wurden. Auch wurde ihnen erklärt, wann man Pflanzen Pflanz oder Samen zu säen sind und worauf dabei zu achten ist, wie ein Blumenkasten oder ein Beet aussehen kann und welche Pflege eine Pflanzen benötigt. Als nächstes gingen wir mit den Kindern in die freie Natur und sie sammelten in kleinen Teams unter Anleitung wilde Pflanzen, Blüten und Blätter. Hiermit hatten die Kinder, zurück in der Färberwerkstatt, die Aufgabe sich mit Ihrem Team zu erproben und sie stellten fest, dass sie in der Natur viele Pflanzen zur Farbherstellung finden konnten und sie nicht von einem künstlich angelegten Garten abhängig sind, wenn die Möglichkeit nicht gegeben ist. In einigen Gruppen haben die Kinder die gewonnene Tinte weiterverarbeitet und stellten z.B. Kreide, Wachsmalstifte und Schminke her. Zum Ende des Workshops bekamen die Kinder unter künstlerischer Anleitung noch die Möglichkeit Ihre Farben auszuprobieren und kleine malerische Kunstwerke herzustellen.


Die geplante Durchführung der Workshops war eine voller Erfolg. Alle Teilnehmenden waren begeistert bei der Sache und werden sicherlich einen Teil ihres Wissens weiter tragen und zu Hause darauf zurück greifen. Im Rahmen der Ziele der Nachhaltigkeit ist dies auch ein großer Erfolg. Wir gehen davon aus, dass mind. 20 % der Teilnehmenden ihr gelerntes weiter tragen und zu Hause weiter fortführen.